Versuch einer unvollständigen Ordnung

Schaut man sich die Vielzahl spannender neuer Impulse, Management-Methoden, Führungsmodelle, Tools und Kreativtechniken an, entsteht leicht Orientierungslosigkeit. Zu groß ist die Zahl der Angebote und zu unterschiedlich sind die vermeintlichen Herangehensweisen und Ansatzpunkte. Sie sind alle mit dem Versprechen behaftet, ein „modernes und agiles Unternehmen“ zu ermöglichen und dringend notwendig zur Zukunfts- und Überlebensfähigkeit einer Organisation zu sein. Doch was versteckt sich hinter den sperrigen Begriffen wie „Agilität“, „Scrum“, „Selbstorganisation“, „disruptive Innovation“, „Wisdom Council“ und „Design Thinking“, die sich uns auf Platz eins der Bestsellerlisten und Frontseiten der Management-Magazine aufdrängen? 

Bekannt wurden einiger dieser Ansätze durch neue Vorgehensweisen in der Softwareentwicklung und der Start-up-Szene. Sie sollen hauptsächlich die Entwicklung neuer, technischer Innovationen ankurbeln.

So entstanden über Nacht starke Unternehmen, die im Stande sind ganze Branchen umzukrempeln. In diese Vielzahl an Innovationen mischen sich massive gesellschaftliche Veränderungen: Einerseits eine immer älter werdende Gesellschaft, auf der anderen Seite eine junge wilde Generation, die inmitten dieser technischen Innovationen aufwächst. Dazu kommt eine zunehmende Internationalisierung und Digitalisierung. All diese Faktoren tragen zu einer atemberaubenden Veränderungs-Geschwindigkeit der Erlebenswelt jedes Einzelnen und ganzer Organisationen bei.

4 wesentliche Treiber

Natürlich ist die technologische Entwicklung mit Digitalisierung & Co, einer der wesentlichen Treiber. Es ist jedoch gefährlich dabei die enormen gesellschaftlichen Entwicklungen (2. Treiber) in ihrer Vielzahl zu übersehen. Unternehmen, die rein auf technologische Entwicklung setzen, bewegen sich auf dünnem Eis. Der dritte Treiber sind in der Folge innovative Geschäftsmodelle, die auf Grund der oben genannten Faktoren erst heute in dieser Form möglich sind. Wenn wir dabei jedoch den vierten Faktor „die Ökologie“ übersehen, sägen wir gefährlich an dem Ast auf dem wir sitzen. Die Folge davon sind eine faszinierende Vielfalt von Herangehensweisen und Managementansätzen.

Wir als xpand sind seit Jahren von innovativen Unternehmen mit flachen Hierarchien inspiriert, die u.a. oben beschriebene Praktiken radikal in ihren Unternehmensalltag integriert haben. Ein schillerndes Beispiel ist der kalifornische Weltmarktführer „Morning Star“, der diese Praktiken erfolgreich seit nunmehr 27 Jahren umsetzt.

Die Herausforderung liegt darin, die vielen Einzelteile, die sich uns in ihrer Genialität anbieten, zu einem sinnvollen Ganzen – einer komplexeren Sternenkarte – zusammenzusetzen, um Ihnen und Ihrem Unternehmen eine umfassendere Grundlage zur Orientierung an die Hand zu geben.

Haben Sie Ziel und Route für sich und Ihr Unternehmen definiert, beginnt die Umsetzung. In der Praxis hat sich gezeigt, dass ein simples Umsetzen von „Best Practices“ seinen Zweck um Welten verfehlt. Statt einem stupiden Kopieren geht es vielmehr um ein tatsächliches Kapieren, worauf es wirklich ankommt. 

Schaut man sich erfolgreiche, moderne und zukunftsfähige Unternehmen an, fallen fast unsichtbare Faktoren, wie ein u.a. fundamental anderes Menschenbild auf. Statt Management und Kontrolle setzen diese Firmen auf Verbindlichkeit, Beziehung und Feedbackqualität, wesentliche Bausteine, ohne die vieles nicht funktionieren wird. Diese Ansätze sind alles andere als Plattitüden. Auch diese gilt es in authentischen und inspirierenden Prozessen einzuführen.

Wir freuen uns darauf, mit Ihnen mehr von diesem spannenden Kosmos zu entdecken und Sie auf der Reise durch neue Galaxien begleiten zu dürfen.